Mai 22 2014

Unabhängig durch Solar Strom

Auf unseren Reisen stehen wir ja größtenteils frei oder auf Stellplätzen ohne Stromversorgung. Durch die Montage einer Solaranlage mit ausreichend Batteriekapazität sind wir weitgehend unabhängig, selbst auf den Campingplatz sparen wir uns die teure Stromversorgung.

Der Phoenix hat die gleiche Ladetechnik bekommen wie der Frankia,nur haben wir neue Solarmodule zweimal 100 wp af dem Dach liegend verbaut.Dazu kommt bei Bedarf, z.b in den Wintermonaten bei niedriegen Sonnenstand,ein mobiles 50 wp Modul das immer in Richtung Sonne ausgerichtet.Das bringt im Durchschnitt 10 amp Ladestrom was vollkommen ausreichend für uns.

Auch haben wir den Stromspeicher geändert auf AGM 1 mal 200 amp womit wir sehr zufrieden sind.

Für schlechtes sonnenloses Wetter haben wir uns zum nachladen der AGM Batterie einen Honda Generator EU10I angeschafft. Der wird ans normale Bordnetz angeschlossen vorwiegend wenn wir Verbrauch haben werden die Verbraucher bedient und die Batterie geladen.

Wir haben auf dem Frankia 2x 55 Wp und 1x 100 Wp Monokristallin also gesamt 210 Wp mit Max Ladestrom ca.15 A auf dem Dach flach montiert.

Die Module sind parallel geschaltet. Der Unterschied zwischen Monokristallin und Polykristallin besteht in erster Linie darin
-Monokristallin haben einen  höheren Wirkungsgrad und benötigen für die gleiche Leistung weniger Platz sind aber teurer! Auch bei Teilabschattung bringen diese noch genügend Leistung.
-Polykristalline oder auch Multikristalline Module sind etwas günstiger. Dies liegt an den günstigeren Herstellungsverfahren. Zu erkennen sind die verschieden Module an den Farben.Schwarz bis dunkelblaue Module sind die Monokristallin  und die helleren blauen die polykristallinen Module
Zur Befestigung haben wir das Dachspoiler-Profile Set für Solarmodul verwendet damit ist eine stabile Befestigung mit einer guten Hinterlüftung der Module gewährleistet. In den Sommermonaten können sich die Zellen in einem Solarstrommodul leicht bis auf 80 – 90 oder mehr °C erwärmen und sehr hohe Ertragsverluste mit sich bringen. Deshalb ist ein ausreichender Abstand zur Dachfläche wichtig.
Geregelt wird unsere Anlage mit einen IVT 200027 MPPT-Solarladeregler 20A und der LCD FERNANZEIGE – Solar-Fernbedienung der Regler ist im Schrank verbaut (gut belüftet natürlich )

und nur die  LCD Fernbedienung ist zu sehen.
Warum dieser Regler? Wichtig war mir die Desulfatierungsfunktion (Impulsladung)
Nach der regulären Hauptladephase gibt der Solarregler Pulse in die Batterie. Dadurch werden die Sulfatschichten in der Batterie aufgelöst und somit die Lebensdauer der Batterie erheblich verlängert.

Warum mppt( Maximum Power Point Tracking) und nicht Shunt Regler?
-der Shunt Laderegler bekommt seinen Strom von der Solarzelle und regelt den runter auf Ladestrom und lädt mit der Ampere die von den Zellen kommen
-der MPPT Laderegler nimmt die Ampere von den Zellen und regelt den Strom von den Zellen runter, wandelt den Überschuss in Ampere um und gibt beides als Ladestrom in die Batterien, dadurch erreichen diese bis zu 30% mehr Ladestrom.
Dies macht sich bei bewölkten bedeckten Himmel oder Regen sehr schnell bemerkbar.
Von den Modulen zum Regler haben wir einen Kabelquerschnitt von 3,5mm pro Modul in der Läge ca 1,50 m.mit Dachdurchführung 2 Kabeleingangverlegt

Vom Regler zu den Batterien sind es 6mm.
Als Speicher haben wir drei HR-ENERGY 100Ah 12V Versorgerbatterie Wohnmobil Solar Boot diese sind parallel angeschlossen. Verbaut habe ich diese unter der seitlichen Sitzbank und dem Beifahrersitz, die Batterien sind Wartungsfrei und die Entlüftung erfolgt gemeinsam über einen Abluftschlauch.

Trotz dem Wartungsfrei sollte man doch einmal im Jahr nach dem Füllstand der Zellen sehen und evtl. destilliertes Wasser auffüllen,auf der letzten Reise haben wir einige Camper mit eben diesem Problem getroffen zu wenig oder gar kein säure stand in den Zellen.
Diese Kapazität ist für uns vollkommen ausreichend da wir Wohnmobil überwiegend energiesparsame Geräte verwenden.

Zusätzlich zu der Anlage betreiben wir bei erhöhten Energiebedarf einen Solarkoffer mit 100 Wph der über einen separaten Regler an die Batterien angeschlossen wird.

zusammenfassend … die Solaranlage am Wohnmobil.

In der Regel besteht die Photovoltaikanlage auf dem Wohnmobil aus ein oder mehreren Solarmodulen, dem Laderegler und entsprechenden Montagezubehör (Kabel, Stecker, Spoiler, Dachdurchführung). Möglich ist auch eine zusätzliche Bordbatterie einzubauen oder die bestehende zu ersetzen.
Monokristalline1 als auch polykristalline2 Solarmodule sind für Wohnmobil oder Wohnwagen geeignet. Die einzelnen Module sollten nicht zu groß ausfallen, da diese sonst auf dem nicht verwindungssteifen Wohnmobil brechen könnten. Module über 140 Watt sind eher ungeeignet.
Die Module sollten mit ausreichend Abstand Montiert werden damit eine Hinterlüftung gewährleistet wird. Denn je heißer das Modul umso weniger Leistung
Gut zu wissen ! Durch aufstellbare Module kann man den Ertrag verdoppeln. Dafür bieten sich mobile Solarmodule oder sogenannte Solarkoffer an.
Um Verluste zu vermeiden für die Montage das richtige Kabel mit ausreichend Kabelqeuerschnitt verwenden
Der Laderegler sollte in der Nähe der Batterien verbaut werden. Die Leitungswege sollten so kurz wie möglich gehalten werden.
Bei Solar Blei bzw. AGM Batterien die im Wohnraum oder Fahrzeug inneren verbaut werden ist auf den Anschluss von Entlüftungsschläuchen zu achten.

1 -Monokristallin (Schwarz bis dunkelblaue Module)haben einen höheren Wirkungsgrad und benötigen für die gleiche Leistung weniger Platz sind aber teurer! Auch bei Teilabschattung bringen diese noch genügend Leistung.
2 -Polykristalline (die helleren blauen )oder auch Multikristalline Module sind etwas günstiger. Dies liegt an den günstigeren Herstellungsverfahren.

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